Altersvorsorge in der Pensionskasse der Caritas


Gute Arbeitgeber unterstützen ihre Mitarbeiter beim Aufbau ihrer Altersvorsorge. Bei der betrieblichen Altersvorsorge in der Pensionskasse der Caritas ist die ständige Beratung  auch nach Vertragsabschluss noch gewährleistet. Sie stehen dem Arbeitgeber und seinen Mitarbeitern für deren Fragen zur Seite und wir unterstützen Sie.

Beratung ist unser Satzungsauftrag.


 

 

Pflichtversicherung nach Versorgungsordnung B

50 Jahre Pflichtversicherung – über 65 Jahre Pensionskasse der Caritas


Die Pensionskasse der Caritas führt seit 1966 die dienstgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung als Pflichtversicherung nach der Versorgungsordnung B (VersO B), Anlage 8 der Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) des Deutschen Caritasverbandes durch. Die Pflichtversicherung im AVR-Bereich verpflichtet den Dienstgeber, seine Mitarbeiter zu einer betrieblichen Altersversorgung anzumelden. Die AVR enthalten zwei Versorgungsordnungen: A und B. Die Arbeitsvertragsrichtlinien legen fest, dass die Versorgungsordnung B anzuwenden ist, „sofern der Dienstgeber nicht Beteiligter einer öffentlich-rechtlichen oder kirchlichen Zusatzversorgung ist“ (Versorgungsordnung A).
    
Für die Pflichtversicherung nach der VersO B ist Voraussetzung, dass der Anstellungsträger zur Caritas gehört. Diese Voraussetzung ist z. B. dann erfüllt, wenn die beschäftigende Einrichtung

  • in der Trägerschaft eines Caritasverbandes geführt wird
  • die Arbeitsvertragsrichtlinien angewandt werden
  • korporatives Mitglied eines Caritasverbandes ist
  • oder ein geeigneter Nachweis in sonstiger Weise erbracht wird.

Seit Mai 2018 darf die Pensionskasse der Caritas kein Neugeschäft und keine Erhöhungen mehr annehmen.


Anpassung der Versorgungsordnung B – Einführung einer Versorgungsordnung C (Anlage 8 zu den AVR)

Die Bundeskommission hatte wegen des gegenüber der Pensionskasse der Caritas VVaG und der Kölner Pensionskasse VVaG ausgesprochenen Verbots von Neu- und Höherversicherungen die VersO B der Anlage 8 zu den AVR mit Beschluss vom 11.10.2018 bezüglich der Versicherungspflicht neuer Mitarbeiter ausgesetzt. Gleichzeitig hat sie mit ihrem Ausschuss Altersversorgung die Neuausrichtung der VersO B mit einer strategischen Partnerwahl im Bereich Versicherungswirtschaft verbunden.
Die nun beschlossene Einfügung einer neuen VersO C geht von dem Vorhandensein einer Rahmenvereinbarung mit einem Unternehmen der Versicherungswirtschaft aus. Diese Rahmenvereinbarung wird in den nächsten Wochen noch fertiggestellt werden. Der Dienstgeber schließt bei Neueinstellungen entsprechend dieser Rahmenvereinbarung einen Versicherungsvertrag mit dem Versicherungsunternehmen ab. Der neue Durchführungsweg ist nun eine Direktversicherung.
Die bisher begründeten Versicherungsverhältnisse mit der PKC und KPK bleiben weiter bestehen, wenn auch durch die Sanierungsbschlüsse dieser beiden Kassen mit geänderten Leistungen. Deshalb bleibt VersO B in Anlage 8 zu den AVR bestehen.

Pflichtversicherung für die Mitarbeiter kirchlicher Dienstgeber nach der Versorgungsordnung der Bayerischen (Erz-)Diözesen (VOBD)

Träger seit dem 1.4.2000


Seit dem 1.4.2000 ist die Pensionskasse der Caritas der Träger der betrieblichen Altersversorgung im Rahmen einer Pflichtversicherung für die Mitarbeiter kirchlicher Dienstgeber in den bayerischen Erzdiözesen. Diese Pflichtversicherung bei der Pensionskasse der Caritas ist in der Versorgungsordnung B, Teil D, 10 b des Arbeitsvertragsrechts der bayerischen (Erz-)Diözesen (ABD, Fassung 1.1.2003) geregelt.Die Pflichtversicherung nach den ABD der bayerischen Erzdiözesen verpflichtet den Dienstgeber seine Mitarbeiter zu einer betrieblichen Altersversorgung anzumelden.

Seit Mai 2018 darf die Pensionskasse der Caritas kein Neugeschäft und keine Erhöhungen mehr annehmen. Die Arbeitsrechtliche Kommission des Deutschen Caritasverbandes arbeitet an einer Lösung.

Klassische dienstgeberfinanzierte bAV


Der Dienstgeber zahlt für seine Mitarbeiter/-innen eine betriebliche Altersversorgung in die Pensionskasse ein.Durch die Beitragszahlung haben die Mitglieder der Pensionskasse im Rahmen der Satzungsbestimmungen einen Anspruch auf

  •     eine lebenslange Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres
  •     eine Erwerbsminderungsrente in Höhe der zugesagten Altersrente
  •     eine lebenslange Witwen- bzw. Witwerrente in Höhe von 60 % der Altersrente
  •     Waisenrenten
  •     und ein Sterbegeld.

    


Entgeltumwandlung nach § 3 Nr. 63 EStG


Der Dienstgeber ist gesetzlich verpflichtet seinen Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung anzubieten. Hier obliegt dem Dienstgeber eine Informationspflicht gegenüber seiner Belegschaft. Es stellt sich nicht die Frage, ob eine betriebliche Altersversorgung angeboten wird, sondern in welcher Art und Weise. Auch weitere arbeitsrechtliche Aspekte sind zu beachten. So erfüllt er den Rechtsanspruch seiner Mitarbeiter/-innen auf Entgeltumwandlung und spart gleichzeitig Lohnnebenkosten.   


Betriebliche Riester-Förderung

Auch die betriebliche Riesterförderung ist über eine Pensionskasse möglich.


Gefördert werden Anlageformen, die eine lebenslange Rente garantieren.
Die geförderten Altersvorsorgeverträge müssen zertifiziert sein. Pensionskassen sind durch das Betriebsrentengesetz besonders qualifiziert und brauchen daher nicht extra zertifiziert zu werden.

Die betriebliche Riesterrente bietet attraktive kollektive Rechnungsgrundlagen und damit besonders kostengünstige Rahmenbedingungen für einen Riester-Vertrag.

Wie funktioniert die Riesterförderung?

Der Staat unterstützt die freiwillige Altersversorgung durch Zulagen oder Steuererleichterungen.

Wer hat Anspuch auf die Riesterförderung?

Gefördert werden:

  • Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer
  • Geringfügig Beschäftigte, wenn sie nicht auf die Anmeldung in der gesetzlichen Rentenverscherung verzichtet haben
  • Mitarbeiter in der gesetzlichen Elternzeit
  • Wehrdienst- und Zivildienstleistende
  • Arbeitslose für die das Arbeitsamt Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leistet
  • Personen, die Familienangehörige pflegen und für die deshalb Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherng entrichtet werden
  • Personen, die bereits eine volle Erwerbsminderungsrente in der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten

Nicht gefördert werden:

  • Beschäftigte, die in einem berugsständischen Versorgungswerk versichert sind (z.B. Ärzte, Architekten, Rechtsanwälte u.s.w.)
  • Geringfügig Beschäftigte, die auf die Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung verzichtet haben
  • Personen, die nicht erwerbstätig sind oder die ohne Bezüge beurlaubt wurden

Wie erfolgt die Förderung konket?

Die optimale Förderung setzt voraus, dass 4 % des Vorjahresbruttoeinkommens in den Riestervertrag gezahlt werden. Von diesem Gesamtbeitrag werden die eigene Grundzulage in Höhe von 175 € p.a. und die Kinderzulagen (Kinder geboren vor 2008 = 185 € p.a./geboren ab 2008 = 300 E p.a. je Kind) abgezogen. Es muss der verbleibende Mindesteigenbeitrag geleistet werden, um die volle Förderung zu erhalten. Wird der Mindesteigenbeitrag unterschritten, werden die Zulagen nur anteilig gezahlt. Der niedrigste Jahresbeitrag (Sockelbeitrag) beträgt 60 €.

Der Höchstbeitrag für die Förderung legt bei 2.100 €.

Wer erhält die Kinderzulage?

Grundsätzlich erhält die Mutter die Kinderzulage, wenn im Beitragsjahr für mindestens einen Monat Kindergeld gezahlt wrde. Die Zulage kann auf den anderen Ehepartner übertragen werden.

Wie werden die Zulagen beantragt?

Der Versicherte erhält von uns einen Antrag auf Altersvorsorgezulage, der ausgefüllt an uns zurückzusenden ist. Wir übermitteln die Daten an die zentrale Zulagenstelle, die überprüft, welche Zulagen dem Versicherten zustehen. Die Zulagen werden direkt an uns überwiesen und dem Vertrag des Versicherten gutgeschrieben. Auf Antrag kann ein Dauerzulagenantrag gestellt werden. Änderungen der persönlichen Situation müssen uns gemeldet werden, damit wir diese an die Zulagenstelle weiterleiten.