Ihre Altersvorsorge – eine Entscheidung fürs Leben


Ihr Dienstgeber bietet Ihnen eine betriebliche Altersvorsorge an? Als Mitarbeiter/in von Kirche und Caritas sind Sie bereits in den Genuss einer dienstgeberfinanzierten Altersvorsorge gekommen?  Damit hat Ihr Dienstgeber einen Grundstein für Ihre Altersversorgung gelegt. Leider ist es aber so, dass die klassische betriebliche Altersversorgung oft nicht ausreicht, die bestehenden Lücken zu schließen. Der Gesetzgeber hat das erkannt. Seit dem 01.01.2018 werden die betriebliche Riesterrente und die betriebliche Altersversorgung durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz zusätzlich gefördert.  


 

 

Pflichtversicherung … nach Versorgungsordnung B


Sie sind Mitarbeiterin oder Mitarbeiter im kirchlichen oder caritativen Dienst? Ihr Dienstgeber zahlt für Sie zusätzlich zum Gehalt Beiträge in die Pflichtversicherung nach Versorgungsordnung B ein?

Damit haben Sie eine gute Basis für Ihre zusätzliche Altersvorsorge.
Die Pflichtversicherung bei der Pensionskasse der Caritas VVaG ist in der Versorgungsordnung B als Anlage 8 der AVR geregelt.
Durch die Beitragszahlung Ihres Dienstgebers erwerben Sie im Rahmen der Satzungsbestimmungen einen Anspruch auf

  • eine lebenslange Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres
  • eine Erwerbsminderungsrente in Höhe der zugesagten Altersrente
  • eine lebenslange Witwen- bzw. Witwerrente in Höhe von 60 % der Altersrente
  • Waisenrenten
  • und ein Sterbegeld

Die Pensionskasse der Caritas führt seit 1966 die dienstgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung als Pflichtversicherung nach der Versorgungsordnung B (VersO B), Anlage 8 der Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) des Deutschen Caritasverbandes durch. Die Pflichtversicherung im AVR-Bereich verpflichtet den Dienstgeber, seine Mitarbeiter zu einer betrieblichen Altersversorgung anzumelden.
Seit Mai 2018 darf die Pensionskasse der Caritas kein Neugeschäft und keine Erhöhungen mehr annehmen.


Anpassung der Versorgungsordnung B – Einführung einer Versorgungsordnung C (Anlage 8 zu den AVR)

Die Bundeskommission hatte wegen des gegenüber der Pensionskasse der Caritas VVaG und der Kölner Pensionskasse VVaG ausgesprochenen Verbots von Neu- und Höherversicherungen die VersO B der Anlage 8 zu den AVR mit Beschluss vom 11.10.2018 bezüglich der Versicherungspflicht neuer Mitarbeiter ausgesetzt. Gleichzeitig hat sie mit ihrem Ausschuss Altersversorgung die Neuausrichtung der VersO B mit einer strategischen Partnerwahl im Bereich Versicherungswirtschaft verbunden.
Die nun beschlossene Einfügung einer neuen VersO C geht von dem Vorhandensein einer Rahmenvereinbarung mit einem Unternehmen der Versicherungswirtschaft aus. Diese Rahmenvereinbarung wird in den nächsten Wochen noch fertiggestellt werden. Der Dienstgeber schließt bei Neueinstellungen entsprechend dieser Rahmenvereinbarung einen Versicherungsvertrag mit dem Versicherungsunternehmen ab. Der neue Durchführungsweg ist nun eine Direktversicherung.
Die bisher begründeten Versicherungsverhältnisse mit der PKC und KPK bleiben weiter bestehen, wenn auch durch die Sanierungsbschlüsse dieser beiden Kassen mit geänderten Leistungen. Deshalb bleibt VersO B in Anlage 8 zu den AVR bestehen.

Pflichtversicherung nach der Versorgungsordnung der Bayerischen (Erz-)Diözesen (VOBD)

Ihre Betriebsrente – Ihr Dienstgeber zahlt für Sie …


Sie sind Mitarbeiterin oder Mitarbeiter im kirchlichen oder caritativen Dienst?  Ihr Dienstgeber zahlt für Sie zusätzlich zum Gehalt Beiträge in die Pflichtversicherung nach Versorgungsordnung B (ABD) ein?

Damit haben Sie eine gute Basis für Ihre zusätzliche Altersvorsorge.
Die Pflichtversicherung bei der Pensionskasse der Caritas VVaG ist in der Versorgungsordnung B Anlage D 10b in der Fassung vom 1. Januar 2003  des Arbeitsvertragsrechts der bayerischen (Erz-)Diözesen (ABD) geregelt.

Durch die Beitragszahlung Ihres Dienstgebers erwerben Sie im Rahmen der Satzungsbestimmungen einen Anspruch auf

  • eine lebenslange Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres
  • eine Erwerbsminderungsrente in Höhe der zugesagten Altersrente
  • eine lebenslange Witwen- bzw. Witwerrente in Höhe von 60 % der Altersrente
  • Waisenrenten
  • und ein Sterbegeld

Seit Mai 2018 darf die Pensionskasse der Caritas kein Neugeschäft und keine Erhöhungen mehr annehmen. Die Arbeitsrechtliche Kommission des Deutschen Caritasverbandes arbeitet an einer Lösung.

 

 

Klassische dienstgeberfinanzierte bAV

Ihr Dienstgeber zahlt für seine Mitarbeiter zusätzlich zum Gehalt in einen Altersvorsorgevertrag ein?


Damit haben Sie eine gute Basis für Ihre zusätzliche Altersvorsorge. Durch die Beitragszahlung Ihres Dienstgebers erwerben Sie im Rahmen der Satzungsbestimmungen einen Anspruch auf

  • eine lebenslange Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres
  • eine Erwerbsminderungsrente in Höhe der zugesagten Altersrente
  • eine lebenslange Witwen- bzw. Witwerrente in Höhe von 60 % der Altersrente
  • Waisenrenten
  • und ein Sterbegeld.


Entgeltumwandlung nach § 3 Nr. 63 EStG

Allgemeine Informationen rund um das Thema Entgeltumwandlung


Die gesetzliche Rente allein wird in Zukunft den Lebensstandard im Alter nicht mehr halten können. Vor allem Frauen weisen häufiger als Männer erheblich große Versorgungslücken auf, denn Familienpausen und Teilzeitbeschäftigung unterbrechen oft die berufliche Laufbahn. Jüngere Männer haben zunehmend aufgrund längerer  Ausbildungszeiten oder durch Unterbrechungen der Erwerbsbiografie Lücken in ihrer Altersversorgung. Akademiker bekommen Zeiten des Studiums nicht mehr oder nur teilweise angerechnet. Auch die klassische vom Arbeitgeber finanzierte Betriebsrente ist oft nicht in der Lage eine ausreichende Altersversorgung zu gewährleisten. Eine zusätzliche eigenfinanzierte betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung und ergänzend hierzu weitere Vorsorgemaßnahmen müssen unverzichtbare Bestandteile der individuellen Alterssicherung der Arbeitnehmer werden. Die Entgeltumwandlung ist aufgrund von Steuervergünstigungen und der Einsparung von Sozialabgaben besonders attraktiv.

 

Wie funktioniert die Entgeltumwandlung?

Seit 2002 besteht grundsätzlich ein Rechtsanspruch aller Arbeitnehmer auf eine arbeitnehmerfinanzierte Betriebsrente im Wege einer Entgeltumwandlung. Arbeitnehmer und Arbeitgeber schließen eine Vereinbarung darüber ab. Die Beiträge werden vom Arbeitgeber direkt vom Bruttolohn abgezogen. Der vereinbarte Beitrag wird steuer- und sozialabgabenfrei in einen Altersvorsorgevertrag eingezahlt. Für den umgewandelten Betrag fallen im Rahmen der staatlichen Höchstgrenzen keine Steuern und Sozialabgaben an.


Wie viel können Sie einzahlen?

2019steuer- und sozialabgabenfreisteuerfrei
jährlich 3.216 €3.216 €
monatlich268 €268 €
  Im Zuge der Entgeltumwandlung kann im Jahr 2019 bis zu 3.216 € (monatlich: 268 €) steuer- und sozialabgabenfrei in die eigene Altersvorsorge investiert werden. Weitere 3.216 € können steuerfrei in den Vertrag einzgezahlt werden.    

Betriebliche Riester-Förderung

Hier erfahren Sie mehr ...


Auch die betriebliche Riesterförderung ist über eine Pensionskasse möglich. Gefördert werden Anlageformen, wie zum Beispiel eine Rentenversicherung, die eine lebenslange Rente garantieren. Die geförderten Altersvorsorgeverträge müssen zertifiziert sein. Pensionskassen sind durch das Betriebsrentengesetz besonders qualifiziert und brauchen daher nicht extra zertifiziert zu werden. Die betriebliche Riesterrente bietet Ihnen attraktive kollektive Rechnungsgrundlagen und damit besonders kostengünstige Rahmenbedingungen für einen Riester-Vertrag. Wie funktioniert die Riesterförderung? Der Staat unterstützt die freiwillige Altersversorgung durch Zulagen oder Steuererleichterungen. Wer hat Anspuch auf die Riesterförderung? Gefördert werden:
  • Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer
  • Geringfügig Beschäftigte, wenn sie nicht auf die Anmeldung in der gesetzlichen Rentenverscherung verzichtet haben
  • Mitarbeiter in der gesetzlichen Elternzeit
  • Wehrdienst- und Zivildienstleistende
  • Arbeitslose für die das Arbeitsamt Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leistet
  • Personen, die Familienangehörige pflegen und für die deshalb Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung entrichtet werden
  • Personen, die bereits eine volle Erwerbsminderungsrente in der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten
Nicht gefördert werden:
  • Beschäftigte, die in einem berugsständischen Versorgungswerk versichert sind (z.B. Ärzte, Architekten, Rechtsanwälte u.s.w.)
  • Geringfügig Beschäftigte, die auf die Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung verzichtet haben
  • Personen, die nicht erwerbstätig sind oder die ohne Bezüge beurlaubt wurden
Wie erfolgt die Förderung konket? Die optimale Förderung setzt voraus, dass 4 % des Vorjahresbruttoeinkommens in den Riestervertrag gezahlt werden. Von diesem Gesamtbeitrag werden die eigene Grundzulage in Höhe von 175 € p.a. und die Kinderzulagen (Kinder geboren vor 2008 = 185 € p.a./geboren ab 2008 = 300 E p.a. je Kind) abgezogen. Es muss der verbleibende Mindesteigenbeitrag geleistet werden, um die volle Förderung zu erhalten. Wird der Mindesteigenbeitrag unterschritten, werden die Zulagen nur anteilig gezahlt. Der niedrigste Jahresbeitrag (Sockelbeitrag) beträgt 60 €. Der Höchstbeitrag für die Förderung legt bei 2.100 €. Wer erhält die Kinderzulage? Grundsätzlich erhält die Mutter die Kinderzulage, wenn im Beitragsjahr für mindestens einen Monat Kindergeld gezahlt wurde. Die Zulage kann auf den anderen Ehepartner übertragen werden. Wie werden die Zulagen beantragt? Der Versicherte muss einen Antrag auf Altersvorsorgezulage ausfüllen und an senen Anbieter zurücksenden. Der übermittelt die Daten an die zentrale Zulagenstelle, die überprüft, welche Zulagen dem Versicherten zustehen. Die Zulagen werden direkt an den Anbieter überwiesen und dem Vertrag des Versicherten gutgeschrieben. Auf Antrag kann ein Dauerzulagenantrag gestellt werden. Änderungen der persönlichen Situation müssen dem Anbieter gemeldet werden, damit dieser sie an die Zulagenstelle weiterleitet.